Lichtenberg

 

Name: Berg, der im Osten liegt, von wo das Licht kommt (die Sonne aufgeht)

 

Hausberg von Hof und Lembach (Berg zu den Gemarkungen Hof und Lembach und Oberstenfeld gehörend)

 

Höhe: 381 m ü.NN.

 

Geologische Deckschicht: Kieselsandstein

 

Rebfläche: 59 ha

 

Wahrzeichen: Sitz einer der ältesten, vollständig erhaltenen staufischen Burganlagen nördlich der Alpen

 

Besonderheit: Sehenswerte Fresken in der Burgkapelle, Spornlage der Burg mit großartiger Aussicht

Pfiwa-Bildungsreisen

Bildung kommt auf der Pfiwa nie zu kurz. Schließlich gibt es auf den Wanderungen immer viel zu entdecken. Burgen, Schlösser und andere alte Gemäuer säumen den Weg. Und zu (fast) allen kennt Yoga die Geschichte und Geschichten. Auch über Berg und Burg Lichtenberg gibt es so einiges interessantes zu erzählen.

- Staufische Burganlage um 1180 in exponierter Spornlage, mit Halsgraben von der Hochfläche getrennt

- 1197 erste urkundliche Erwähnung der Herren von Lichtenberg

- 13. Jh. Bildung eines kleinen Territoriums am Südrand der Löwensteiner Berge mit Großbottwar als städtischer Mittelpunkt

- um 1200 Errichtung des Bergfrieds und um 1220 Bau der Burgkapelle St. Laurentius

- 1270-1290 Ausmalung der Kapelle durch den vermutl. selben Maler, der auch in der Oberstenfelder Peterskirche tätig war

- Sigibodo II. von Lichtenberg war Geheimschreiber Königs Albrecht und von 1302 bis 1314 Bischof von Speyer

- Hermann II. Hummel von Lichtenberg † 11. Juli 1335 in Würzburg) war Kanzler von Kaiser Ludwig dem Bayern und von 1333 bis zu seinem Tode Bischof von Würzburg.

- 1357 verkaufte Albrecht Hummel von Lichtenberg aus Geldnot heraus Herrschaft und Burg an Graf Eberhard den Greiner aus dem aufstrebenden Haus Württemberg

- 1361 gibt Graf Eberhard von Württemberg der Krone von Böhmen die Burg Lichtenberg sowie die Städte Großbottwar, Beilstein und Neuenbürg zum Lehen. Dies Lehen hatte Bestand bis 1805

- 1483 belehnt Graf Eberhard im Bart den württembergischen Landhofmeister Dietrich von Weiler mit der Burg, die noch heute im Besitz der Familie von Weiler ist

- Ende 15. Jh. große Umbaumaßnahmen, insbesondere am Westflügel, die das heutige Erscheinungsbild prägen

- Die Burg Lichtenberg wurde nie zerstört und gilt heute als eine der ältesten, vollständig erhaltenen staufischen Burganlagen nördlich der Alpen!

Informationen zusammengestellt von Markus Pantle, 28.05.2020

 

 

 

 

Die Sage von den feindlichen Brüdern der Burg Lichtenberg