Pfingstwanderung 2020 - Bottwartal Seven Summits

Durch das schönste aller Täler.

Da wir von der Wanderlust infiziert sind, haben wir andere damit angesteckt. Darum fand auch dieses Jahr die Pfingstwanderung des CVJM Großbottwar trotz Coronakrise statt. Dieses Mal, aufgrund der besonderen Umstände, in etwas abgewandelter Art und Weise. Um die Wanderung Corona konform zu gestalten, konnte jeder für sich alleine, mit Familienangehörigen oder mit Freund oder Freundin unter Einhaltung der Regeln des Landes Baden-Württemberg die verschiedenen Strecken erwandern. So führte die diesjährige Route ohne Sauerstoffmaske aber dafür mit Mundschutz auf die legendären Seven Summits des Bottwartals!

Auf dem Köchersberg am historischen, überwölbten Weinberghäuschen mit Blick zum Harzberg und Benning sowie zum Hochberg am rechten Bildrand (Foto: Markus Pantle)

Da wir von der Wanderlust infiziert sind, haben wir andere damit angesteckt. Darum fand auch dieses Jahr die Pfingstwanderung des CVJM Großbottwar trotz Coronakrise statt. Dieses Mal, aufgrund der besonderen Umstände, in etwas abgewandelter Art und Weise. Um die Wanderung Corona konform zu gestalten, konnte jeder für sich alleine, mit Familienangehörigen oder mit Freund oder Freundin unter Einhaltung der Regeln des Landes Baden-Württemberg die verschiedenen Strecken erwandern. So führte die diesjährige Route ohne Sauerstoffmaske aber dafür mit Mundschutz auf die legendären Seven Summits des Bottwartals!

 

Diesem Aufruf, an den beiden Pfingstfeiertagen, unsere sieben Bottwartaler Berge zu besteigen, sind nicht nur CVJMer gefolgt, sondern insgesamt über 120 Großbottwar Bürgerinnen und Bürger bis zu einem Alter von 83 Jahren! Hierzu standen drei Strecken zur Auswahl. Die 13 km lange Südschleife mit drei Bergen (Hochberg, Benning, Harzberg), die 19 km lange Nordschleife mit vier Bergen (Lichtenberg, Forstberg, Wunnenstein, Köchersberg) und die große Bottwartal-Bergland-Tour mit allen sieben Gipfeln und einer Länge von 27 km. 

So konnte man z.B. am Pfingstsonntag die Südschleife erwandern und am Pfingstmontag die Nordschleife. Suchte man die sportliche Herausforderung war die große Tour genau das Richtige. Die Strecke konnte entweder auf das Smartphone heruntergeladen werden oder war in Papierform erhältlich.

Da nur in kleinen Familiengruppen gewandert werden konnte, manche aber auch ganz alleine unterwegs waren oder das Fahrrad nahmen, wollten wir mit QR-Codes, die auf jedem Berggipfel zu finden waren, die bewährten geschichtlichen oder landschaftlichen Hintergründe weiter geben. Aber auch eine Andacht, Geschichten und Anekdoten waren abrufbar, so dass ein wenig die wohltuende Pfiwa-Gemeinschaftsstimmung aufkommen konnte.

 

Da über Pfingsten Kaiserwetter herrschte, wurde Rucksack und Isomatte gepackt und von zuhause ging es los, über die Hannenbacher Höhe hinauf zum Hochberg (308 m). Hier waren Informationen zur Pfingstwanderung des CVJM abrufbar, z.B. dass es diese Veranstaltung schon seit Mitte der 1960er Jahre gibt, dass die Rücksäcke bis zu 20 kg schwer sind und dass stets in Gemeindehäusern, Scheunen oder Turnhallen übernachtet wird. Weiter ging es auf schönen Graswegen entlang der Markungsgrenze, vorbei am ehemaligen Muschelkalksteinbruch nach Kleinbottwar und über den Mönchsberg steil bergauf zum Aussichtspunkt am Benningkopf (356 m). Der Benning, als südwestlicher Eckpfeiler der Löwensteiner Berge besitzt die größte Rebfläche der Bottwartaler Berge und ist ein idealer Aussichtsberg, da er freie Sicht von Ost nach Nord bietet. Über den QR-Code gab es Informationen zu den zu erblickenden Zielen auf der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald, sowie auf dem Strom- und Heuchelberg. Weiter ging es über das Nassacher Sträßle auf den Harzberg (381 m), den man im 16. Jh. noch Leonstein nannte. Hier konnte per QR-Code auf die Andacht von Steffi gelauscht werden. Es ging um die Zeit in dieser besonderen Zeit. So ist es tröstlich zu wissen, dass unsere Zeit in Gottes guten Händen liegt. Auf dem oberen Häldensträßle führte die Strecke zum Lichtenberg (381 m). Der Name verrät, dass der Berg im Osten liegt, von dort wo am Morgen das Licht kommt. Wissenswertes gab es zur Geschichte der Burg, die nie zerstört wurde und heute als eine der ältesten, vollständig erhaltenen staufischen Burganlagen nördlich der Alpen gilt. Über die Birnbaumallee erfolgte der Abstieg nach Oberstenfeld und auf der anderen Bottwarseite wieder hinauf auf den Forstberg (376 m), den Hausberg von Oberstenfeld. Hier konnten Anekdoten und witzige Begebenheiten in der langen Pfiwageschichte angehört werden, wie z.B. von unnötig schweren Rucksäcken, extravaganter Ausrüstung oder Verpflegung, rustikalen Übernachtungsplätzen, sonderbaren Verletzungen und gewöhnungsbedürftigem Badespaß.

Über die Viehweide und durch den Wald ging es hinauf zum Wunnenstein, dem höchsten Punkt der Großbottwarer Gemarkung mit 394 m. Auch hier konnte wieder per QR Code wissenswertes zur Geschichte und Besiedlung des Berges abgerufen werden. Nun fehlte noch der 323 m hohe Köchersberg, als letzter Gipfel der ?Seven Summits Keuperbergland Challenge? bis zum Ziel im Gütle des CVJM, wo sich jeder, der wollte in eine Liste eintragen konnte und eine süße Belohnung erhielt. Da waren dann auch Kommentare zu lesen, dass manche auf völlig unbekannten Streckenabschnitten gegangen sind, die herrliche Aussicht genossen haben, und sich für die Organisation bedankten.

Vielen ist wieder ganz neu bewusst geworden, in welch schöner und aussichtsreicher Landschaft wir im Bottwartal leben!

Alle Inhalte der QR-Codes jetzt auch hier verfügbar:
Hochberg, Benning, Harzberg, Lichtenberg, Forstberg, Wunnenstein, Köchersberg

Beschreibung der Wanderroute: 
Route