Rückblick aufs Festwochenende 2 - Festabend

Legendärer Samstagabend mit weit über 500 Gästen aller Generationen.

„Von Jesus bewegt“ - so lautete nicht nur das Motto, mit dem der CVJM Großbottwar sein Jubiläumsjahr überschrieben hatte, sondern auch das des FEST-Abends. Weit über 500 Menschen ließen sich „bewegen“ und sind der Einladung des CVJMs gefolgt: von  klein bis groß, aus nah und fern. In der wunderbar geschmückten und mit vielen Jungscharlager-Fahnen dekorierten Wunnensteinhalle erwartete die Besucher bereits ein Sektempfang, unterstützt durch die Bottwartaler Jungwinzer. Erste Gelegenheiten boten sich, um ins Gespräch zu kommen, eine Runde Tischfußball zu spielen oder einfach nur die festliche Stimmung aufzusaugen.

Voller Erwartung fieberten die Besucher dem vor ihnen liegenden Abend entgegen. „Jetzt noch schnell einen Platz sichern“, dachte sich sicher der ein oder andere, als von der Leinwand bereits ein Countdown zu sehen war. Danach eröffneten die Bläser der CEVIM BRASS unter der Leitung von Martin Fuchs mit festlicher Musik den offiziellen Teil des Abends, ehe Benjamin Fritz und Steffen Reuchle, Vorstände des CVJM Großbottwar und die heutigen Moderatoren, die Besucher herzlich begrüßten. 

 
 
 

Im folgenden Grußwort beglückwünschte Bürgermeister Ralf Zimmermann den „Jubilar“ und dankte dem CVJM für sein Engagement für die Kinder und Jugendlichen der Stadt. Erstaunte Blicke waren auf den Gesichtern der CVJMer zu sehen, als Bürgermeister Zimmermann unerwartet einen großen Scheck auf die Bühne holte und stellvertretend Benjamin Fritz überreichte. Das Geburtstagsgeschenk der Stadt in Höhe von 1.000 EUR verband er mit der Aufforderung „Bitte machen sie weiter so!“ 

 

Auch Pfarrer Christoph Hirschmüller als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde dankte für die gute Zusammenarbeit und erinnerte an das gemeinsame Ziel, den Kindern und Jugendlichen das Evangelium von Jesus Christus weiterzugeben. 

 
 
 

Dass dies auf vielfältige Art und Weise geschehen kann, bewiesen die Akteure des nächsten Programmpunktes. Die Besucher staunten nicht schlecht, als ukulelespielend immer mehr Personen die Bühne betraten. Die ca. 25 CVJMer brachten mit einem Medley aus Jungschar-Songs der letzten Jahrzehnte den ganzen Saal beim Mitsingen, Pfeifen oder Klatschen in Bewegung und endeten mit „Jesus hang on the cross and he cried - I am the way“ / „Jesus hing am Kreuz und schrie – Ich bin der Weg“. 

 

Wie aber kam es überhaupt zur Gründung des CVJM Großbottwar im Februar 1919? Markus Pantle, Ausschuss-Mitglied und Betreuer des Archivs des CVJM-Großbottwar, nahm das Publikum mit auf eine Reise durch „Schlaglichter aus 100 Jahren“. Diese führte von den Zeiten als Großbottwar noch ein beschauliches Ackerbürgerstädtchen um 1900 war, zur Gründung des CVJMs durch den ehemaligen Missionar und Lehrer Eugen Bommer, über die Zeit während des Nationalsozialismus, vorbei an so mancher Kuriosität bis hin zur jüngeren Neuzeit. Manch einer drehte sich zu seinem Nachbarn und gestand „Das wusste ich gar nicht. Das ist ja spannend!“ 

 
 
 

„Nun bitten wir das ‚Langzeitgedächtnis des CVJMs‘ auf die Bühne“ leitete Karl Kurzenberger, selbst viele Jahre  Vorstand im CVJM, den nächsten Programmpunkt ein. Neun CVJMer, alle schon im teilweise fortgeschrittenen Rentenalter, öffneten die Schatzkiste ihrer Erlebnisse und erzählten von ihrer Geschichte und manchem „Geschichtchen“ mit dem CVJM. Jung und Alt waren begeistert. Das allermeiste hatte man so noch nie gehört, wie zum Beispiel den Gründungsmythos des Männerchors. Vor allem aber berichteten die Männer von Ihrer Beziehung zu Jesus und was Ihnen der Glaube bedeutet. Jedem einzelnen war abzuspüren, wie er „von Jesus bewegt“ ist.

 

 

 „Jesus gab seinen Nachfolgern den Auftrag, die Botschaft von Gottes Liebe an die Menschen weiterzugeben, also in Bewegung zu bleiben“ erinnerte in seiner Festrede auch Samuel Hartmann, Vorstand des CVJM Württemberg, anhand verschiedener Schuhtypen. „Viele Christen verbringen jedoch allzu oft damit, über Nebensächlichkeiten zu debattieren, als sich in Bewegung setzen zu lassen“, stellte Hartmann augenzwinkernd fest und ermutigte dazu, sich wieder neu von Jesus bewegen zu lassen.   

 
 
 

Nach so viel bewegenden Worten und Eindrücken war es Zeit für eine Pause. Neben zahlreich liebevoll gebackenen Köstlichkeiten, u.a. den begehrten „Eselsohren“ der Landfrauen, stand vor allem die Candybar mit Süßigkeiten hoch im Kurs. Übrigens nicht nur bei den Kindern! Zum Abschluss der Pause wurde die noch ausstehende Siegerehrung des Luftballonstarts vom Gütlesfest im letzten Juli vorgenommen. Den ersten Preis gewann Silas Wurster, dessen Luftballon bis ins 158km entfernte Ingolstadt flog.

 

 

Frisch gestärkt und durch das Stück „Tough Stuff“ (sinng. „schwerer Stoff“) der CEVIM BRASS eingestimmt, waren die Besucher bei der „Wortakrobatik“ gefordert. In diesem Spiel geht es darum, bildhaft dargestellt Begriff zu erraten. Vielleicht greift für den ein oder anderen im Bezug auf dieses Spiel das Wort „Tradition“ zu weit, zweifelsohne festzustellen ist aber, dass es in den letzten Jahren bei verschiedensten Gelegenheiten im Verein immer wieder mit Begeisterung gespielt wurde. 

 
 
 

Um eindeutig eine „Tradition“ handelt es sich bei den „Theaterstückle“, die schon vom zweiten Vereinsjubiläum im Jahr 1921 dokumentiert sind. Anknüpfend daran brachte eine eigens für diesen Abend gegründet Theatergruppe das schwäbische Stück „'s Wengerthäusle“ des Beilsteiner Autors Dietmar Rupp auf die Bühne und sorgte für heitere Stimmung und viel Gelächter in der Halle. Das Publikum bedankte sich mit einem tosenden Beifall bei den Schauspielern und allen Beteiligten des Abends. 

 

Zum Abschluss des offiziellen Teils luden die Moderatoren alle Anwesenden ein, im Stehen das Lied „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ gemeinsam zu singen.

Wer anschließend noch nicht nach Hause musste, genoss den Abend mit einem leckeren Cocktail oder einem Glas Wein von der DANK-Bar, schaute gemeinsam auf den Video-Rückblick aus vergangenen Jungenschaftslagern oder ließ noch etwas die außergewöhnliche Stimmung auf sicher wirken.

Als sich zu später Stunde die zuvor mit fröhlich feiernden Menschen gefüllte Halle geleerte hatte, machten sich fleißige Helfer daran, die Halle umzubauen und für den Sonntag vorzubereiten. Denn ein Highlight sollte ja noch kommen…

 

Benjamin Fritz, CVJM Großbottwar, 09.05.2020