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Teil 1: Die Geschichte von Eugen BommerEugen Bommer (1877 - 1960)
Psalm 92, 14-16 Ein dankbarer Rückblick auf ein Leben, das in Großbottwar Spuren hinterlassen hat (zusammengestellt von Werner Fuchs, Großbottwar) Vor 100 Jahren als Missionar nach IndienDie Spuren von Eugen Bommer sind heute noch in Großbottwar sichtbar. Es sind jetzt gerade hundert Jahre her, dass der jung ordinierte Missionar Eugen Bommer im Alter von 25 Jahren nach Indien auswanderte, um dort als sog. "Heidenprediger" der Basler Mission zu arbeiten und an einer gemischten Missionsschule indischen Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Doch bereits nach 12 Jahren machte der 1. Weltkrieg dem missionarischen Eifer des liebenswürdigen Menschen ein Ende: Mehr als ein Jahr lang war er im britisch verwalteten Indien interniert, ehe er im August 1916 mit seiner Familie nach Großbottwar kam und in den württembergischen Schuldienst eintrat.Als Schulmeister wirkte er fast 30 Jahre lang an der damals bestehenden Volksschule. Doch auch hier "missionierte" er weiter: der von ihm gegründete Großbottwarer CVJM und das von ihm mit Hilfe seines Jünglingsvereins wie der CVJM auch hier früher genannt wurde an der Oberstenfelder Strasse gebaute "Vereinshaus" und der von ihm ins Leben gerufene Posaunenchor des CVJM geben heute noch ein lebendiges Zeugnis über das segensreiche Wirken dieser in Großbottwar und Umgebung überaus geachteten Persönlichkeit ab. Ältere Großbottwarer erinnern sich noch gut an Eugen Bommer, waren zu ihm zur Schule gegangen, lernten ihn als Heranwachsenden beim CVJM oder als Musiklehrer kennen, wenn das Harmonium oder Klavierspielen erlernt wurde. Seine große, hagere Gestalt, seine sanfte Stimme, sein Auftreten in immer dunkler Kleidung ließen ihn als eine Person erscheinen, der ob seiner steten Freundlichkeit und offenkundigen Bescheidenheit große Achtung und Respekt, aber auch Vertrauen und Zuneigung entgegengebracht wurde. Seine seelsorgerliche Arbeit übte er sein ganzes Leben lang aus, auch in der schweren nationalsozialistischen Zeit. Und das nicht nur als Vorsitzender des CVJM oder in den von ihm wöchentlich gehaltenen Männerbibelstunden, sondern auch in der Schule und dem Religionsunterricht, später auch durch Familienbesuche und als Prediger auf der Kanzel in der Martinskirche. Eugen Bommer suchte und fand das Gespräch mit Mitbürgern, ohne aufdringlich zu sein, er wurde gerne gehört und war gefragt; liebe und respektvoll wurde er "Vater Bommer" genannt, wenn von ihm die Rede war. Sein Beruf als Missionar war ihm Berufung geworden. Dabei hatte alles ganz anders begonnen im Leben des Missionars und späteren Hauptlehrers Eugen Bommer. Am 26. Juni 1877 als Sohn eines Lehrers in Klaffenbach bei Rudersberg geboren, kam er nach dem frühen Tod des Vaters mit der Mutter und den Geschwistern in deren Heimat nach Walheim am Neckar und erlernte, nachdem der Besuch einer höheren Schule nicht möglich war, nach seiner Schulzeit den Beruf des Gärtners. Doch Eugen Bommer wollte mehr, er wollte Gärtner im Garten Gottes werden. So trat er am 18. August 1896 nach bestandener Vorprüfung in die Basler Mission in Basel (Schweiz) ein. Vom 1. Oktober 1898 bis zum 30. September 1899 musste der MissionsSeminarist seinen Militärdienst beim kaiserlichen Heer in der Garnisonsstadt Ludwigsburg ableisten und wurde dabei zum Krankenwärter (Sanitäter) ausgebildet. Im Sommer 1902 war dann seine Ausbildung bei der Basler Mission in der Schweiz abgeschlossen. Am 3. Juli 1902 wurde Eugen Bommer in Münster eingesegnet und am 20. Juli 1902 in der Besigheimer Martinskirche von Dekan Knapp im Beisein der Zeugen Stadtpfarrer Breining und Missionar Huber aus Ludwigsburg in sein Amt als Missionar eingesetzt. In einem Bericht des NeckarEnzboten vom 22. Juli 1902 heißt es unter anderem: "... Unter Händeauflegung der Herren Dekan Knapp, Stadtfp. Breining und Missionar Huber von Ludwigsburg u. dem Gelöbnis des Zöglings vollzog sich der Akt der Einsegnung. Nach wiederholtem Blasen eines Chorals durch den Posaunenchor bestieg der Ordinierte die Kanzel und hielt eine zu Herzen gehende Ansprache, der er das Psalmwort "Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft" zu Grund legte. Er ziehe hinaus im Aufblick zu dem Allmächtigen; und wenn er auch in Gefahren komme und vielleicht wenig Erfolg seiner Arbeit sehe, werde er doch nicht verzagen, sondern sich stets das obige Psalmwort zur Richtschnur seiner Gedanken machen. ..." Nach seiner Ordination hatte der 25jährige, zum Missionar gewordene Eugen Bommer nur noch wenig Zeit, sich auf seine Reise und seinen Dienst, der für ihn in Indien vorgesehen war, vorzubereiten. Zunächst galt es, die "Aussteuer eines ausreisenden Missionars" zu beschaffen, als hierfür vom Missionshaus vorgeschrieben waren: ein schwarzer Tuchanzug, ein schwarzer Kammgarnanzug extra, ein grauer Sommeranzug, ein Popelinanzug, ein Talar, ein Schlafrock, vier Tropenanzüge, drei Schlafanzüge, 36 paar Socken, ein heller Filzhut, eine Schiffsmütze. Ein Tropenhelm war unterwegs im ägyptischen Port Said zu kaufen. Seekisten waren zur Aufnahme der Aussteuer und des sonstigen Gepäcks zu fertigen und weitere Dinge des täglichen Lebens und für einen Junggesellenhaushalt zu beschaffen. Ende November 1902 begann dann für Eugen Bommer die Reise in das ferne Indien. Nach einem letzten Lebewohl der Mutter und Geschwister, der Verwandten, Freunde und Bekannten führte ihn die Reise mit der Eisenbahn in die damals österreichische Hafenstadt Triest an der Adria, wo er am 3. Dezember 1902 an Bord eines Überseedampfers ging, der den indischen Hafen Bombay an Vorderindiens Westküste zum Ziel hatte und dort am 19. Dezember 1902 auch eintraf. Von dort ging es im indischen Subkontinent auf dem Landweg weiter zur Missionsstation Markhara, wo Eugen Bommer dann Anfang Januar 1903 seine Tätigkeit als Missionar aufnahm.
So war Eugen Bommer in Predigtreisen im südwestlichen Indien oft wochen lang unterwegs und predigte in einem errichteten größeren Zelt, das mitgeführt und von Helfern aufgeschlagen wurde. Nach ein paar Jahren Tätigkeit in der Missionsarbeit war es auch für Eugen Bommer an der Zeit, eine "Missionsbraut" zu bekommen und einen eigenen Hausstand zu gründen. Die damals strenge Heiratsordnung der Basler Mission erlaubte den Männern erst nach einer mindestens zweijährigen erfolgreichen Arbeit auf dem jeweiligen Missionsfeld, sich um eine Braut zu bemühen. Da dies jedoch von Übersee aus geschehen musste eine Fahrt zu diesem Zweck in die europäische Heimat war aus Kostengründen nicht erlaubt wurden die Heiratsangelegenheiten der Missionare in die Hände Dritter gelegt, die auch meist per Fernvermittlung zu einer Braut verhalfen. Oft waren es Schwestern befreundeter Missionare, die, wie die Missionare selbst, meist aus pietistischen Kreisen stammten. Aber es war für die auserwählten Missionsbräute eine nicht einfache Entscheidung, eine Ehe mit einem völlig unbekannten Mann einzugehen, in der Fremde bei fremder Kultur und Sprache, in tropischem Klima und bei schlechter medizinischer Versorgung. Dabei war es nicht Abenteuerlust oder der Wunsch, die heimatliche dörfliche Enge zu verlassen, sondern mehr der Glaube, in dem Heiratsgesuch eines Missionars den "Ruf Gottes" zu vernehmen und ihm zu folgen. Der Heiratswunsch der Missionare ging über das Missionshaus in Basel, von dort wurden meist Erkundigungen beim Ortspfarrer in der Nähe des Heimatortes des Missionars eingeholt und gefragt, wer als Braut für einen Missionar in Aussicht genommen werden könne, ehe die auserkorene "Missionsbraut" überhaupt etwas davon erfuhr, einem heiratswilligen Missionar brieflich vorgestellt zu werden. Und so wurde daraus ein schriftliches Eheversprechen, ein Verlöbnis, ohne dass sich die Brautleute persönlich kannten. So war es auch bei Eugen Bommer, dessen aus Gerlingen stammende ausgewählte Briefbraut nach einem halben Jahr (1906) die Verlobung wieder löste, ohne ihren Bräutigam überhaupt einmal gesehen zu haben. Sie hatte sich in einen Chinamissionar verliebt. Missionar Bommer heiratetDoch Eugen Bommer fand eine neue "Missionsbraut" die Kaufmannstochter Lydia Schrempf aus Besigheim, damals 26 Jahre alt, mit der er gegen Ende des Jahres 1906 in Briefkontakt kam. Auch den Eltern der künftigen "Missionsbraut" schrieb der inzwischen 29 Jahre alte Indienmissionar am 26. Dezember 1906 so: "Ihnen wird es freilich schwer fallen und es soll mich nicht wundern, wenn in Ihre Freude sich doch ein gewisser Schmerz mischt, im Gedenken, die liebe Tochter hergeben zu müssen." Das briefliche Verlöbnis war wohl am 3. Advent 1906 vorausgegangen. Doch es sollte noch fast ein Jahr vergehen, bis Eugen Bommer seine Lydia zum ersten Mal sehen konnte, als er seine Braut in der Hafenstadt Bombay vom Schiff abholte. Die Missionsbraut musste zuvor für einige Monate in das Missionshaus nach Basel, um dort auf ihre Pflichten als Missionsgehilfin vorbereitet zu werden. Bereits im Frühjahr 1907 war sie in Basel, wo sie sich der dort strengen Ordnung stellen musste. Neben einem vielseitigen Lernen galt es an eine entsprechende Aussteuer zu denken. Hierzu gab es eigene "Bestimmungen für die in den Dienst der Basler Missionsgesellschaft auszusendenden Bräute" und eine "Mobiliarordnung für die Missionsstationen" zur Einrichtung eines Missionshaushaltes. Zur Führung eines solchen Haushalts wurden die Bräute in Basel vorbereitet, denn die Missionsfrauen hatten draußen in ihrer neuen Heimat meist einen großen, oft viele Personen umfassenden Haushalt zu organisieren und zu leiten, hatten mehrere Hausangestellte anzuleiten und es war meist noch eine Knaben oder Mädchenlehranstalt angegliedert, in welcher die Schülerinnen oder Schüler lebten, die verköstigt werden mussten und denen die Missionarsfrau als Hausmutter vorstand.
Sie lernte weiter Englisch, dazu eine der Landessprachen, half im kirchlichen Missionsdienst, machte Besuche bei einheimischen Frauen und kümmerte sich um Kranke. Bald leitete sie auch eine Nähschule auf der Missionsstation mit mehr als einem Dutzend Schülerinnen, denen sie das Nähen, Stricken und Häkeln beibrachte.
Viel schneller flogen die Gedanken heim zu Vater, Mutter und Geschwistern, und es galt auch, ein Stück Heimweh zu überwinden. An das subtropische Klima musste sich die Neuangekommene erst langsam gewöhnen und im Alltag war manche Überraschung zu überstehen. Auch vor wilden Tieren und Schlangen galt es auf der Hut zu sein. Doch dem Ehepaar Bommer gefiel trotz aller Erschwernisse ihre Missionsarbeit, zu der sie sich beide berufen fühlten und die ihrem Leben ganz besonderen Inhalt gab. Missionsarbeit im fernen IndienDer Missionsdienst war kein Abenteurerleben, sondern meist harte und strapaziöse Arbeit, die unendlich viel Geduld erforderte. Und doch gab es auch Abenteuer zu bestehen, die meist mit dem subtropischen Klima einhergingen Gewitterstürme, Monsunregen , aber auch vor wilden Tieren hieß es sich in Acht zu nehmen. Ungefährlich waren Elefanten, die als Arbeitstiere abgerichtet und gehalten wurden. Anders war es da schon mit Schlangen oder gar Tigern, die sich auch den Dörfern näherten, um aus der Viehhaltung Tiere zu reißen. Malaria war dort neben Blattern und anderen ansteckenden Krankheiten bis hin zur Pest verbreitet und erforderte große Sorgfalt in der Hygiene.Die Bevölkerung dort lebte in Dörfern und in meist einfachen Verhältnissen, sie waren Bauern, kleine Handwerker, Weber, Taglöhner und pflanzten in bescheidenem Anbau Reis, das Hauptnahrungsmittel. Daneben gab es Kaffee und Teeplantagen, in denen die Taglöhner zur Saisonarbeit gingen, und oft reichte der Urwald bis an die einzelnen Siedlungen heran, die durch einfache, meist unbefestigte Straßen und Wege miteinander verbunden waren. Im Umgang mit der Bevölkerung bereitete das in Indien besonders auf dem Land verbreitete Kastenwesen große Schwierigkeiten. Das war das Umfeld, in dem sich Missionar Eugen Bommer bewegen und seine missionarische Saat zur Verbreitung des christlichen Glaubens ausstreuen musste.
Meist sind dies landlose Christen, von Haus aus kleine Weber, die von Hand weiße Tücher weben und buntfarbene Saris, die von den indischen Frauen als schalähnliches Wickelgewand um den Körper getragen werden. Ihnen machen die um diese Zeit in Indien aufkommenden mechanischen Baumwollspinnereien mit ihren wesentlich billigeren Waren so Konkurrenz, dass sie das Handweben aufgeben und sich als Taglöhner verdingen mussten. Einheimische, von der Missionsstation ausgebildete Katechisten und Evangelisten, gingen den Predigtreisen des Missionars Bommer tagelang voraus und ließen ihm Nachrichten zukommen, wo Familien anzutreffen waren, die mehr vom christlichen Glauben hören wollten oder gar bereit waren, zu diesem Glauben überzutreten. So ist es aus einem schriftlichen Bericht Eugen Bommers aus dem Jahre 1913 zu entnehmen, dass er zu einem Mann und dessen Familie rund hundert Kilometer von der Missionsstation Dharwar entfernt gerufen wurde, der Christ werden wollte. Da dieser Hindu zu einer der untersten Kasten zählte, durfte er nicht innerhalb des damals rund tausend Einwohner zählenden Dorfes Motebennur wohnen und so fand ihn Missionar Bommer in seinem etwas abseits stehenden Haus. Er hatte schon einige Jahre zuvor auf einem Markt in einem entfernten Dorf von dort predigenden Katechisten vom christlichen Glauben gehört. Als Missionar Bommer eintraf, kam auch ein Vetter des Hindus namens Shantappa, der sich ebenfalls für das Christentum interessierte (von dieser Familie wird noch zu lesen sein). Dann begann für den Missionar die eigentliche Missionsarbeit. In Worten und mit Lichtbildern wurden die bibli-schen Geschichten erzählt, aus der Bibel vorgelesen und besprochen. Weitere Familien der Kaste der Tschelawadi kamen zu den Gesprächen und Unterwei-sungen, die nachmittags und abends bis in die tiefe Nacht hinein währten. So vorbereitet, konnte nach rund einem halben Jahr dann mit der feierlichen Taufe und einem Bekenntnis die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen vollzo-gen werden. Für Fakirappa und seinen Vetter Shantappa und deren Familien-angehörigen fand dann am 29. Juni 1913 in Motebennur die Tauffeier statt, bei der es auch zahlreiche Zuschauer weiterer Kastenmitglieder und auch aus dem Dorf selbst gab, die - argwöhnisch und feindlich gesinnt - der Zeremonie folg-ten. Die Täuflinge erhielten dabei einen christlichen Vornamen; so hieß Fakirappa Joseph, sein 8jähriger Sohn Christian. Dieser hatte eine Zeitlang in Motebennur die englisch geleitete Regierungsschule besucht, durfte als Angehöriger der TschelawadiKaste das Schullokal selbst nicht betreten, er war ein "Unberührbarer". So saß er mit seiner Schiefertafel im Schulhof und hörte nur zu, was in der Schule geschah. Damit andere getaufte Christenkinder aus der Kaste der Tschelawadi nicht dieselbe Diskriminierung erleiden mussten, ging Missionar Bommer mit Christian zum Schulvorstand und sagte: "Hier bringe ich einen Christenknaben zur Schule." Der Schulleiter kam in Verlegenheit und sagte, der sei früher draußen gesessen. Missionar Bommer stellte ihm die Frage: "Gehören nach dem Schulgesetz die Christen zu den Unreinen, die draußen sitzen müssen?" Darauf der Schulleiter: "Wenn Ihr befehlt, so setze ich ihn hinein", doch der Missionar erwiderte: "Ich befehle Ihnen gar nichts, sondern erwarte nur, dass Sie als Schulvorstand nach dem Schulgesetz handeln." Wohl oder übel setzte der Schulvorstand Christian in die Schulklasse. Da gab es im Dorf Entrüstung und wildes Geschrei, berichtete Eugen Bommer und anderntags kam keiner der rund 150 Schüler in die Schule, so dass Christian als einziger Schüler in der Schule saß und vier Lehrer hatte. Beschwerden gingen an den englischen Schulinspektor, der jedoch entschied, dass Christian in der Schule sein dürfe und dort geson-dert ohne Nebensitzer gesetzt werden solle. Die heidnischen Dorfbewohner verboten den Christen, das Dorf zu betreten, bedrohten sie, kauften den Tsche-lawadis kein Tuch mehr ab, und aus dem Dorfladen wurde ihnen nichts ver-kauft. Sie verprügelten die Kastenmitglieder, wenn sie am Dorfbrunnen Wasser holen wollten, ja eines Nachts zündeten Heiden das Haus des zum Christen gewordenen Shantappa an, dass es niederbrannte. Doch solche Widerwärtig-keiten ließen die zu Christen gewordenen Inder nur noch enger zusammenrücken; alle Anfeindungen erduldeten sie in ihrem fest gewordenen neuen Glau-ben. Für sie war auch die Zeit der Götzenverehrung endgültig vorüber.
Aufgrund der Intervention des Schweizer Mutterhauses der Basler Mission kamen sie nach mehr als einjähriger Internierung frei. Sie gelangten auf einer siebenwöchigen Schiffsreise von Bombay aus über die Seychellen nach Kapstadt, von dort über die Insel St. Helena nach der kleinen Hafenstadt Tillbury an der Themsemündung, wobei zweimal der Äquator überquert wurde, wie Eugen Bommer festgehalten hat. Über den Kanal ging es dann nochmals mit dem Schiff nach Rotterdam, ehe dann im Mai 1916 die Familie in Großbottwar eintraf. Hier hatte Eugen Bommer eine Anstellung gefunden und wirkte nach den Sommerferien vom 21. August 1916 an als Unterlehrer an der Volksschule. [weiter zu Teil 2: Eugen Bommer in Großbottwar]
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