![]() |
|
Rückblick Großbottwarer Abende 2010Nachbetrachtung zu den Großbottwarer Abenden mit dem Thema "Jesus und die Spirituellen Kräfte des Neuen Zeitalters"Das CVJM-Vereinshaus platzte in der Woche des Buß- und Bettags aus allen Nähten. CVJM und Evangelische Kirchengemeinde Großbottwar hatten als Veranstalter gemeinsam mit dem Referenten-Ehepaar Kamphuis die diesjährigen "Großbottwarer Abende" unter das Gesamtthema
Heute arbeiten beide als Referenten und Autoren. Es ist ihnen ein Anliegen, auf die Unterschiede zwischen Gottes Kraft und Kosmischer Kraft hinzuweisen und faktische Hintergründe und biblische Stellungnahmen auszuleuchten. Dass sie das lebendig, authentisch und lebensnah tun, davon konnten sich die Besucher der Großbottwarer Abende überzeugen. Den Eröffnungsabend hatten die beiden mit "Hauptsache religiös!?" überschrieben und arbeiteten die Unterschiede zwischen Religion, Religiosität und Gottesdienst heraus. Religion definierten sie als positives Verhalten des Einzelnen und der Gesellschaft gegenüber einer weltüberlegenen Macht, wobei Rituale Mittel zum Zweck seien und insbesondere der Gewährleistung einer gewissen Reinheit dienten. Bei Religiosität ginge es dann nicht mehr darum, etwas wissen zu wollen, sondern um das Erfahren einer transzendenten Dimension – Hauptsache, man spürt oder fühlt etwas. Gerade hierin, im passiven Versenken und Einheitserfahrungen mit spirituellen Kräften ohne Form der Dualität machen zu wollen, sehen die beiden eine große Gefahr. Martin Kamphuis warb aus eigener Erfahrung für den Glauben an Jesus Christus: "Die Wirklichkeit Jesu außer mir war von Anfang an größer, wahrer und klarer als die höchsten buddhistischen Erfahrungen in mir!" Deshalb war seine abschließende Antwort auf das Thema "Hauptsache Ende aller Religion und Religiosität – und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus als wahrer Gottesdienst." [2.Korinther 11,2-3; Johannes 1,12; Römer 10,9-10] Am Folgetag hieß das als Frage formulierte Thema "Esoterik – ein anderer Weg zu Gott?" Die langjährige Esoterikerin Elke Kamphuis erläuterte den Begriff der Esoterik als Regenschirm-Begriff für zusammengebastelte Religion. Man suche verborgenes Wissen im Menschen selbst und im Kosmos, und die Esoterik sei allgemein anerkannt seit dem Zeitalter des New Age. Dieses stelle sich als Nachfolgezeitalter des christlichen Zeitalters dar, propagiere die Abschaffung des Schöpfer- und Erlösergottes, die Schaffung eines neuen unpersönlichen Gottesbildes in der kosmischen Kraft und die Einrichtung eines Paradieses auf Erden; letztlich wolle die Esoterik eine neue Weltreligion und -regierung schaffen. Allerdings sei das keineswegs neu, denn schon im 5. Mose-Buch warne die Bibel ein sattes, geistlich träges Volk davor, sich wieder unpersönlichen Göttern zuzuwenden, nachdem man Gott erkannt habe. Elke Kamphuis erzählte abschließend ihre Lebensgeschichte und die Erfahrungen mit der unsichtbaren Welt, ihre fernöstlichen magischen Übungen; das alles habe sie in den Augen anderer zwar erleuchteter erscheinen lassen, für sie selbst aber sei es mit Bedrohlichem und Angstzuständen verbunden gewesen. Alle diese Erscheinungen hätten in dem Moment aufgehört, als sie die viel größere Macht Jesu kennenlernte. Jesus habe die unsichtbare Welt überbrückt und Frieden mit Gott gemacht. [5.Mose 32,15ff.; Galater 4,4a.5b; Epheser 2,1-2] Nach dem Buß- und Bettagsgottesdienst ging es dann am Donnerstagabend um "Reinkarnation oder Auferstehung – was kommt nach dem Tod?" Die Referenten legten die unterschiedlichen, nicht zusammengehenden Vorstellungen dar: Die Bibel kenne keine Re-Inkarnation als Übergang in eine neue Daseinsform, wohl aber die Inkarnation Jesu als Menschwerdung mit Kreuz, Auferstehung, Himmelfahrt und der Zusage, wiederzukommen wie er gegangen ist. Sie kenne keine Seelenwanderung, wohl aber die Wiedergeburt im Sinne einer Neuwerdung von oben, von Gott her. Sie kenne keine Wiedergeburt der Seele in einem neuen Körper, wohl aber eine Auferstehung aus den Toten zum Gericht. Dabei habe die Reinkarnation im Buddhismus, der keine Seele und daher eigentlich keine Seelenwanderung kenne, eher eine negative Bedeutung als Folge einer Kette von Taten; insofern habe sie mit Abbüßen einer Schuld zu tun, man habe Angst vor falschen Werken und einem schlechten Karma, und das letztendliche Ziel sei die Auflösung in einer Leere. In der Esoterik dagegen sei der Begriff Reinkarnation eher positiv besetzt als Weg, vollkommen zu werden und irgendwann einmal selbst göttlich zu sein und ewig zu leben; jeder müsse in seinen verschiedenen Leben alle Gegensätze wie z.B. Mann – Frau, arm – reich, Opfer – Täter als Art der Gerechtigkeit durchgemacht haben, weshalb es auch keine Schuld gebe. Die Referenten wiesen aus eigener Erfahrung darauf hin, dass die Geisterwelt Gedanken eingeben könne, wie wenn etwas einmal schon ganz real gewesen wäre. Die Quelle unserer Gedanken könne Gott, der Zwischenbereich der jenseitigen Welt und der Mensch selbst sein. So habe es Jesus selbst seinem Jünger Petrus gesagt. Die Referenten warben darum, es wie der eine mit Jesus gekreuzigte Schächer zu machen: Seine eigene Schuld und sein Verloren sein einzugestehen, an Jesus und seine Auferstehung zu glauben und mit ihm zu leben, und Jesus als persönlichen Herrn zu bekennen. Dann gebe Jesus das Versprechen und die Gewissheit der Auferstehung zum ewigen Leben. [Johannes 11,25; 3,3; Matthäus 16,17.23; 26,35; Römer 6,23; 3,23; Hebräer 9,27; Lukas 23,39-43] Freitagabends ging es thematisch um die Frage "Wirkung oder Wahrheit – wer wirkt, hat recht?" Martin Kamphuis beleuchtete die Frage nach der Wahrheit bezogen auf Moral, Realität und Wirksamkeit. Bei ersterem stellte er Lüge und Wahrheit gegenüber und bezeichnete die heutigen spirituellen Angebote letztlich als Folgeerscheinungen der Ur-Lügen "Es gibt keinen Gott", "Sollte Gott gesagt haben" und "Ihr werdet keinesfalls des Todes sterben"". So propagiere man Atheismus, relativiere alles, sehe Gott in allem und probiere alles aus, um erleuchtet zu werden. Bezogen auf Realität wies Kamphuis darauf hin, dass die Bibel jeweils von Jesus, Gott und seinem Wort als Wahrheit spreche; außerdem deckte Jesus auf die Frage von Pilatus nach der Wahrheit auf, dass es zwei Reiche gebe, nämlich die Welt als Reich des Satans und den Himmel als Reich Gottes. Und schließlich gebe es die Realität der Sünde, und wer das nicht anerkenne, den könne Jesus auch nicht frei machen. Beim Aspekt der Wirksamkeit sah der Referent die große Gefahr in der heutigen Zeit, gerade auch für Christen: Wenn etwas wirksam und erfolgreich sei, müsse es doch gut sein. Aber so etwas sage die Bibel nicht – sie wolle das "Prüfen"! Denn die Bibel weise darauf hin, dass gerade das Böse sehr wirksam sei mit großer Kraft, lügenhaften Zeichen und Wundern und jeglicher Verführung, und sie nenne auch den Grund: Weil die Liebe zur Wahrheit, zu den Realitäten, nicht angenommen wird. Eine der Realitäten habe Jesus auch Pilatus mitgeteilt, der sich angesichts des wirkungslosen, ineffektiven und machtlosen Jesus als wirksamer ansah: Die Macht der Weltmächtigen ist nur von oben gegeben – Gott steht darüber; und nur Jesus weiß den tieferen Sinn. Martin Kamphuis schloss mit 3 Thesen: 1. Das Reich der Lüge lenkt das Thema Wahrheit von der Wirklichkeit zur Wirksamkeit. 2. Das Reich der Wahrheit bezieht die Wahrheit auf die Wirklichkeit. 3. Jesus wird sich am Ende als wirksamer erweisen! [1. Thessalonicher 5,21+22; Johannes 18,36ff.; 2. Korinther 11,14-15; 5. Mose 18,9-12; Matthäus 12,22-28; Johannes 8,32-35; 2. Thessalonicher 2,9-12] "Ganzheitliche Heilung – heil werden durch spirituelle Kraft?" hieß das Thema dann am Abschlussabend. Die Referenten erläuterten, dass die allgemein anerkannte Ganzheitlichkeit von Körper, Seele und Geist in der Esoterik und im New Age ergänzt werde um den Kosmos. Außerdem stellten sie die durch wirksame Substanzen, Messbarkeit und Unabhängigkeit von Philosophie und Weltbild gekennzeichneten Naturheilverfahren den Geistheilverfahren gegenüber, welche auf übernatürlicher, okkult-geheimer Wirkung, spiritueller Kraft und einem bestimmten Weltbild beruhen. Dabei habe in der Esoterik diese "spirituelle Kraft" Namen wie Ki, Chi, Prana, kosmische Energie oder gar Christus- oder Buddhakraft, sie solle unpersönlich, jederzeit verfügbar und göttlich sein, und der Mensch solle sich mit ihr vereinigen. Dementsprechend wolle man z.B. mit Steinen heilen oder mithilfe von Engeln, welche geistliche Führer seien, die einerseits selbst verehrt werden wollen und andererseits Menschen zu ihrer eigenen Göttlichkeit führen sollen. Im krassen Gegensatz dazu stehen die biblischen Aussagen: Sie berichten von Jesus als größtem Heiler aller Zeiten und dass es in seiner Zeit auf dieser Erde keine Krankheit gab, die er nicht hätte sofort heilen können. Sie redet von einer mächtigen, negativen, zu meidenden Kraft des Kosmos. Die Engel seien erschaffene Wesen, die nicht verehrt werden sollen und wollen. Und sie warne davor, sich durch Verehrung von Engeln oder Aufgeblasen sein aufgrund von besonderen Erfahrungen um das Ziel des Glaubens zu bringen. Unvereinbar seien auch die beabsichtigten Wirkungen: Während kosmische Kraft die Harmonie der Gegensätze wie Licht und Finsternis zum Ziel habe und das Problem der Schuld umgehe, lehre die Bibel, dass Gott Licht und in ihm keine Finsternis sei, dass Schuld aufgedeckt und vergeben werden müsse und diese Vollmacht allein Jesus für sich in Anspruch nehmen könne. Und so schlossen die Referenten mit der Feststellung, dass Ganzheitliche Heilung nur darin liegen kann, dass Körper, Seele und Geist in Jesus mit Gott versöhnt werden. [Matthäus 4,23; Epheser 2,2; Kolosser 2,18; 1.Johannes 1,5; 2.Korinther 2,10-11; Matthäus 9,5-6; 2. Korinther 5,20] Eine hochinteressante, lehrreiche Woche ging zu Ende. Neben dem Referenten-Ehepaar gebührt ein herzliches Dankeschön allen Mitwirkenden. (mf)
|
|||||||||||||||||||||||
| © 2011 CVJM Grossbottwar e.V. Webdesign by econsor werbeagentur |