Pfingstwanderung auf dem Neckarsteig

Pfingstwanderung auf dem Neckarsteig

CVJM Pfingstwanderung auf dem Neckarsteig

Wieder einmal war eine Gruppe des CVJM Großbottwar über Pfingsten drei Tage auf Schusters Rappen unterwegs. Dieses Mal führte die etwa 66 km lange Strecke auf dem Neckarsteig von Binau nach Heidelberg.

Da die Organisatoren, das Ehepaar Pantle, krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen konnten, wurde kurzerhand die Verantwortung für die Strecke dem Sohn Elias übertragen und um die organisatorische Dinge kümmerte sich freundlicherweise Max Fu Fuchs.

 

Am Pfingstsamstagmorgen brach ein mit großen Rucksäcken bepacktes Wandervölkchen von 30 Teilnehmern von Großbottwar auf. Nachdem wir letztes Jahr die Bahnfahrt in „vollen Zügen“ genießen konnten, kam die S-Bahn dieses Jahr in Marbach mit riesiger Verspätung an, so dass alle weiteren Anschlusszüge verpasst wurden.

 

Erst um die Mittagszeit kamen wir endlich in Binau an, das etwas nördlich von Mosbach liegt. In der Zwischenzeit hörten wir eine Andacht von Cosi und stärkten unsere Seelen und Mägen für die bevorstehende Strecke. In Binau stieß Johann, ein weiterer Wanderer aus dem Fränkischen zu uns, der schon sehnsüchtig auf uns wartete. Dann ging es endlich los. Der Neckarsteig führte uns durch die Margaretenschlucht. An Drahtseilen gesichert stiegen wir die wildromanische Schlucht über Felsabsätze ab und erreichten Neckargerach. Da wir uns durch „Travelling with the Deutsche Bahn“ so eine große Verspätung eingehandelt hatten, nahmen wir in Neckargerach die S-Bahn und fuhren eine Station weiter bis Zwingenberg. Es ging an Ort und Burg Zwingenberg vorbei und unser weiterer Weg führte uns durch die Wolfsschlucht. Dort wurde 1866 der letzte Wolf des Odenwalds erlegt. Als alle oben aus der Schlucht kamen, öffnete sich der Himmel und es regnete in Strömen, so dass alle außer der Regenschirmfraktion bis auf die Haut nass wurden.

 

Wir waren alle überglücklich als wir noch nicht wieder trocken in Eberbach ankamen. Dort übernachteten wir im katholischen Gemeindehaus St. Johannes Nepomuk, in dem wir auch den Heizraum für das Trocknen unsere nassen Schuhe und Kleider nutzen konnten. Am ersten Tag betrug die Wanderstrecke ca. 18 km.

 

Nach einem herzhaften Rucksackfrühstück ging es für viele von uns in nassen Schuhen weiter Richtung unserem heutigen Ziel: Neckarsteinach. Heute gesellten sich noch zwei weitere Wanderer dazu. Am Schloss Hirschhorn wurden die Isomatten ausgerollt und eine zünftige Mittagspause gehalten. Dort hörten wir eine Andacht von Matti und sangen fröhliche Lieder zum Klang der Ukulelen. Danach ging es durch waldreiche Höhen weiter nach Neckarsteinach, das schon im Bundesland Hessen liegt. Von Eberbach bis Neckarsteinach waren es ca. 23 km. Dort übernachteten wir im Martin-Lutherhaus der evangelischen Kirchengemeinde.

 

Zuvor freuten sich unsere heiß gelaufenen Füße über eine frische Abkühlung im Kneipbecken bei dem Flüsschen Steinach. Einige ganz harte Kerle machten eine Ganzkörperkneipkur im Becken, wieder andere zogen ein Bad im Neckar vor.

 

Am nächsten Morgen brachen wir auf die letzte und steilste Etappe auf. Der Neckarsteig führte uns nach Neckargemünd, dort stärkten wir uns für den Anstieg auf den Königsstuhl, den Hausberg von Heidelberg. Bei gutem Wetter ist dieser markante Berg auch vom Bottwartal aus zu sehen. Wenn es mal nicht so sehr bergauf ging, packten einige ihre Ukulelen aus und wir trällerten auf der Strecke gemeinsam ein paar Lieder. Auf dem Königsstuhl angekommen, genossen wir die Aussicht über Heidelberg und ins Rheintal. Über die Himmelsleiter, eine Natursteintreppe mit über 1.200 Stufen, steigen wir 300 Höhenmeter hinab zum Heidelberger Schloss. Nach diesem Abstieg hatten wir es fast geschafft. Wir wanderten noch am Alten Schloss vorbei und dann weiter zum Altstadt Bahnhof. Auch diese Strecke betrug ca. 25 km, war aber einer der härtesten, weil wir die meisten Höhenmeter zu bewältigen hatten.

Es waren wie immer 3 Tage voller Spaß, guter Gemeinschaft, guten Gesprächen aber auch mit der einen oder anderen Blase.